DSL-Geschichte
Die Geschichte von DSL geht zurück bis Ende der achtziger Jahre. Damals waren erstmals Prozessoren mit digitaler Signalverarbeitung auf dem Markt verfügbar, welche die nötige Rechenleistung bereitstellten, um hohe Datenübertragungsraten zu ermöglichen. Der Begriff "Digital Subscriber Line" war allerdings auch schon vorher in Gebrauch, er wurde im Rahmen der Übertragungstechnik des Basisanschlusses in ISDN-Anlagen verwendet. Mit dem heutigen DSL hat diese Technik allerdings nichts mehr zu tun.
Das erste speziell für Europa entwickelte DSL-Verfahren war das so genannte HDSL. Die Schwierigkeit bei der Entwicklung der neuen Technik bestand zunächst darin, diese so abzustimmen, dass die alten Telefon-Kupferleitungen weiterverwendet werden konnten. Mit HDSL konnte dies gelingen. Später wurde diese erste Version des DSL in Deutschland jedoch dann von SHDSL abgelöst, eine modernere Version, die statt der doppelten Ader in den alten Telefonleitungen nur noch eine Ader für die Datenübertragung benötigt und daher weniger Strom verbraucht.
Als sich die Technik in Deutschland durchzusetzen begann, entwickelte man weitere Varianten von DSL, zum Beispiel die erste Version von ADSL. Seinen Durchbruch erlebte DSL, als Mitte der neunziger Jahre die Anzahl der Internetzugänge in Deutschland sprunghaft anstieg. Während die neue Technik zunächst als Spielerei für Technik-Freaks abgetan wurde, bildete sie schließlich den Standard für eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen.
Zunächst wurde DSL als Synonym für jeglichen Breitband-Internetanschluss verwendet. Diese Bezeichnung setzte sich mit den Jahren durch, so dass später auch andere Internetzugänge mit Breitband-Charakter als DSL bezeichnet wurden, obwohl sie genau genommen nichts mit dieser Technik zu tun haben. Beispiele dafür sind der Internetzugang über Satellit oder das Kabelnetz des Fernsehens.
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